Kreishaus Minden

Der Gutachterausschuss

für Grundstückswerte

im Kreis Minden-Lübbecke

 

Bodengüte

Neben Lage, Größe und Zuschnitt eines landwirtschaftlich genutzten Grund- stücks gehört die Ertragsfähigkeit des Bodens zu den wichtigsten preisbeein- flussenden Merkmalen. Die vom Gutachterausschuss ermittelten Boden- richtwerte beziehen sich auf eine durchschnittliche, gebietstypische Bodengüte, die als Acker- bzw. Grünlandzahl definiert ist. Diese auch als Bodenpunkte bezeichneten Werte sind nach dem Bodenschätzungsgesetz ermittelte Verhältnisszahlen über die Ertragsfähigkeit landwirtschaftlicher Grundstücke. In der Bodenschätzung (Bonitierung) hat der fruchtbarste Ackerboden in der Magdeburger Börde den maximalen Wert 100 erhalten. Auch beim Grünland wurde der landesweit beste Boden ermittelt. Dieser bekam den Wert 88. Im Kreis Minden-Lübbecke reicht die Spanne der Werte für Ackerland von 7 (sehr schlecht) bis 91 (sehr gut) und für Grünland von 4 (sehr schlecht) bis 84 (sehr gut). Eine Ackerzahl von 50 bedeutet also, dass dieser Boden ungefähr die Hälfte des Ertrags eines optimalen Bodens bringt.

 

Weitere Informationen zur Bodenschätzung unter: >Wikipedia.org


Die folgenden Darstellungen zeigen die durchschnittliche Ackerzahl bzw. Grün- landzahl im Kreis Minden-Lübbecke (ohne Stadt Minden) bezogen auf  Ge- markungen.

 

>Bodengüte von Ackerflächen

>Bodengüte von Grünlandflächen

 

 

 
 
 
 
 
 

 

Durchschnittliche Bodengüte von Ackerland

im Kreis Minden-Lübbecke 

-Gemarkungsgliederung-

 

 

Qualitätsstufen

 

Sehr guter bis guter Acker

Ackerzahl über 60

Bedingt durch sehr günstige Standortfaktoren (Klima, Oberflächengestaltung, Boden) kann Ackerbau hinsichtlich Fruchtartenauswahl und Arbeitsverfahren ohne Einschränkung betrieben werden.

 

Guter Acker

Ackerzahl 40 bis 60

Bedingt durch günstige Standortfaktoren (Klima, Oberflächengestaltung, Boden) wird die Ackernutzung nicht oder nur geringfügig eingeschränkt. Es liegen gute natürliche Ertragsbedingungen vor.

 

Mittlerer Acker

Ackerzahl 20 bis 40

Bedingt durch weniger günstige Standortfaktoren (Klima, Oberflächen- gestaltung, Boden) wird die Ackernutzung eingeschränkt. Es liegen nur noch befriedigende natürliche Ertragsbedingungen vor. Zum Teil kann ein hohes Ertragsniveau erreicht werden; Verzögerungen oder Erschwernisse bei Bestellung und Ernte führen aber zeitweise zu Ertragsminderungen.

 

Geringer Acker

Ackerzahl unter 20

Bedingt durch ungünstige Standortfaktoren (Klima, Oberflächengestaltung, Boden) wird die Ackernutzung deutlich eingeschränkt. Es liegen mäßige oder ungünstige natürliche Ertragsbedingungen vor. Bei günstiger Witterung kann zeitweise ein mittleres Ertragsniveau erreicht werden.

 

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Durchschnittliche Bodengüte Grünlandflächen

im Kreis Minden-Lübbecke 

-Gemarkungsgliederung-

 

 

Qualitätsstufen

 

Gutes Grünland

Grünlandzahl über 40

Die sehr günstigen bis günstigen Standortfaktoren (Klima, Oberflächenge- staltung, Boden) erlauben eine intensive Mäh- oder Weidenutzung auf hohem Ertragsniveau.

 

Mittleres Grünland

Grünlandzahl 20 bis 40

Bei den weniger günstigen Standortfaktoren (Klima, Oberflächengestaltung, Boden) kann eine Mäh- oder Weidenutzung nur mit mittlerer Intensität betrieben werden. Das Ertragsniveau ist überwiegend durchschnittlich.

 

Geringes Grünland

Grünlandzahl unter 20

Die ungünstigen Standortfaktoren (Klima, Oberflächengestaltung, Boden) erlauben oft nur eine Nutzung als Weide (ungünstige Oberflächenformen). Eine Wiesennutzung unterliegt zum Teil erheblichen Einschränkungen (Vernässung). Das Ertragsniveau ist mäßig bis ungünstig.

 

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